Handzahm


„Im höchstem Maße zahm, zahm genug, um selbst menschliche Berührungen nicht zu scheuen“

Das gezähmte Haustier und sein Lebensraum in Marzahn-Hellersdorf steht im Mittelpunkt meiner Arbeit. Was sind die Tiere für den Menschen und wie haben sich der Mensch, das Tier und Ihre Lebensräume im Prozess des Domestizierens verwandelt, sind die Leitfragen meines Projektes. Um das zu zeigen erfasse ich den Menschen lediglich in der Interaktion mit den Haustieren und halte die Augenblicke im Leben mit dem gezähmten Tier fest.

Dabei verstehe ich Domestizieren und Zähmen als Einbruch der Kultur in die Naturwelt mit einer melancholischen Note. Mit der Kamera versuche ich diese Nuance zu fixieren, was neben den Aufnahmen der Haustiere, in meiner Fotografie der Grünanlagen in Marzahn-Hellersdorf stark zum Ausdruck kommt.


Sonnenbaden


Die fotografische Serie „Sonnenbaden“ setzt sich mit den künstlich angelegten Erholungsorten, wie Schwimmbäder oder Parks, auseinander. Diese Orte wurden kreiert, um den Stadtmenschen die Illusion zu geben der Stadt zu entkommen und der Natur näher zu sein. Es sind jedoch Teile der Stadt, in denen die Natur lediglich gebändigt wird.

Im Vordergrund dieser Arbeit stehen Orte in der Stadt, in denen man sich sonnen kann. Gewöhnlich sind diese Orte im Sommersehr sehr besucht. Es sind Orte des Treffens und Austausches. Mein Ziel jedoch war es die Momente des wahren Alleinseins an solchen Orten zu zeigen, Momente des Entkommens von der Stadt und Menschen. 


Gosposia 


Es ist kein Zufall, dass die Küche sprichwörtlich das Herz des Hauses ist.

Hier ist das Leben, die Grundlage der Gemeinschaft. Die Arbeit Gosposia zeigt das Zusammenspiel der Köchinnen in einem polnischen Jugendgefängnis.

Sie sind Angestellte und Mütter zugleich, agieren in einer fast familiären Atmosphäre und sind ein zentraler Mittelpunkt im Leben der Jungen.

Die analog entstandene Serie zeigt Arbeitsabläufe und auch intime Momente im täglichen Küchenalltag der Frauen.